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Der Mietspiegel beeinflusst Mieten

Möchten Sie wissen, welche Auswirkungen der Mietspiegel auf die Höhe Ihrer Miete hat? Im folgenden Text erfahren Sie darüber viele interessante Details.

Was ist der Mietspiegel?

Der Mietspiegel in Deutschland ist ein vom Gesetz seit dem Jahr 1974 vorgesehenes Mittel, um lokale Vergleichsmieten ermitteln zu können. Für die Erstellung sind Städte in Zusammenarbeit mit Vermieter- und Mieterverbänden verantwortlich. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht. Für Sie ist der Spiegel ein gutes Tool, um sich über das Mietpreisniveau einer Kommune zu informieren. Wenn Sie eine Wohnung in Aussicht haben, können Sie den Preis pro Quadratmeter mit ähnlich Wohnungen eruieren. Zusätzlich sind für Sie Durchschnittsmieten und Mietpreisspannen ersichtlich. Als Mieter schützt Sie der Mietspiegel vor zu hohen Mieten. Für Vermieter ist er ein guter Anhalt, zu welchem Preis man die Wohnung vermutlich anbieten kann. Zusätzlich werden Vermieter aus wirtschaftlichen Gründen vor zu niedrig angesetzten Mieten geschützt. Ab der Veröffentlichung ist ein Mietspiegel für zwei Jahre gültig.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Vermieter den Mietspiegel umgehen. Unter anderem muss der Spiegel bei gewerblich genutzten Immobilien nicht berücksichtigt werden. Vom Staat geförderte Wohnungen und Sozialwohnungen, Index- und Staffelmietverträge sowie Wohnungen, bei denen es Untermietverträge gibt, sind ebenfalls ausgenommen.

Lesetipp: Die verschiedenen Arten von Mietverträgen

Wie ist ein Mietspiegel aufgebaut?

Gemäß §558 Abs. 2 BGB müssen die Größe, Art und Ausstattung im Mietspiegel verpflichtend angeführt sein. Abhängig von den lokalen Gegebenheiten können weitere Kategorien hinzugefügt werden, wie beispielsweise

  • Quadratmeter der Wohnfläche
  • Bezugsfertigkeit der Wohnung
  • Stadtbezirk
  • allgemeine Lage, hinsichtlich Lärmbelästigung, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Infrastruktur etc.
  • Alter des Wohnobjekts
  • Hinweise auf den Energieverbrauch
  • Angaben zur Qualität der Wohnung, wie z. B. die Art des Bodens, Sanitäreinrichtungen, Schallschutz, Heizungsart etc.

Einfacher und qualifizierter Mietspiegel – Unterschiede

Der einfache Mietspiegel zeichnet sich dadurch aus, dass er von Gemeinden und ansässigen Mieter- und Vermietervertretern erstellt wird. Falls Ihr Vermieter die Miete erhöhen möchte, kann er den einfachen Spiegel nicht als Beurteilungsgrundlage heranziehen. Zudem wird er auch von Gerichten nicht immer akzeptiert.

Der qualifizierte Mietspiegel basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen. Bei Mieterhöhungen muss dies von Wohnungsvermietern berücksichtigt werden. Im Geltungszeitraum dürfen Mieten im Vergleich zu den ortsüblichen Mieten maximal um 20 Prozent erhöht werden.

Mietpreisbremse und Kappungsgrenze

Im Rahmen einer Festlegung von Mietpreisen spielt die Mietpreisbremse insbesondere bei angespannten Situationen am Wohnungsmarkt eine entscheidende Rolle. Der Zweck einer der Mietpreisbremse ist es, Mieterhöhungen zu drosseln. Dadurch dürfen die Preise für Mieten den Mietspiegel nicht mehr als zehn Prozent übersteigen. Keine Auswirkungen hat die Mietpreisbremse auf Neuvermietungen und auf Mietpreiserhöhungen nach Modernisierungen. In Deutschland gilt die Mietpreisbremse nicht flächendeckend.

Die Kappungsgrenze kommt bei bestehenden Mietverhältnissen zum Tragen, und schränkt Mietpreiserhöhungen innerhalb von drei Jahren auf 20 Prozent ein. In Regionen mit Wohnungsmangel liegt die Grenze bei 15 Prozent. Dadurch können Mieten auch unterhalb des lokalen Spiegels liegen.

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