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Aufgaben einer Mietverwaltung

Wissen Sie, was man unter einer Mietverwaltung versteht? Lesen Sie weiter und lernen Sie die wichtigsten Merkmale kennen, es dauert nur wenige Minuten.

Was versteht man unter Mietverwaltung?

Bei Mietverwaltung oder auch Hausverwaltung handelt es sich um die Verwaltung von vermieteten Wohnhäusern, Eigentumswohnungen oder Wohnanlagen. Dabei wird die Hausverwaltung von einer selbstständigen Person durchgeführt, die nicht zwangsläufig der Eigentümer des vermieteten Objektes sein muss. Da die Mietverwaltung in Deutschland keiner eigenen gesetzlichen Grundlage unterliegt, gibt es keinen rechtlichen Rahmen für die Aufgaben oder Voraussetzungen hierfür. Die Anforderungen für die Mietverwaltung ergeben sich allein aus dem Verwaltervertrag, den der Eigentümer individuell mit dem dafür Beauftragten abschließt. Um sich vor unseriösen Hausverwaltern und Zahlungsrückständen zu schützen, empfiehlt es sich also für den Eigentümer, in dem Verwaltervertrag klare Regelungen zu formulieren. Grundsätzlich gibt es bei der Mietverwaltung zwei Aufgabenbereiche:

Die kaufmännische Verwaltung des Mietobjektes

Die kaufmännische Verwaltung des Wohnraums beschäftigt sich hauptsächlich mit der Überwachung und Führung der Konten des Eigentümers. Dazu gehört die Vereinbarung und Überwachung der Mietzahlungen, das Ausstellen von Mahnungen bei Zahlungsrückständen sowie die Begleichung von fälligen Rechnungen und Forderungen der Eigentumswohnungen. Die Aufstellung und Pflege einer ordnungsgemäßen Buchführung ist dabei unerlässlich. Auch die Einholung von Angeboten für Wartungs-, Reparatur– und Sanierungsarbeiten sowie die Kommunikation mit den jeweiligen Vertragspartnern gehört zu der kaufmännischen Verwaltung. Zusätzlich fällt die Suche von neuen Mietern in diesen Aufgabenbereich.

Lesetipp: Bewirtschaftungskosten – Was ist das?

Die technische Verwaltung des Mietobjekts

Die Hausverwaltung sollte jederzeit über Probleme und Zustände des Objektes informiert und für die Mieter ansprechbar sein, um ein reibungsloses Wohnen und Vermieten zu ermöglichen. Im Speziellen gehören die regelmäßige Objektbegehung und die Ausführung und Überwachung von Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten zu den Aufgaben der technischen Mietverwaltung. Ist ein Schaden entstanden, hat die Hausverwaltung diesen an die bestehende WEG-Verwaltung und gegebenenfalls an die Versicherung zu melden. Zusätzlich sollten die Arbeiten von Dienstleistern wie Gärtnern, oder Reinigungskräften kontrolliert und die Wohnungsabnahme bei einem Mieterwechsel von der Mietverwaltung durchgeführt werden.

Sondereigentumsverwaltung als spezielle Form der Mietverwaltung

Die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) muss von der Aufgabe der Hausverwaltung im Sinne der „Mietverwaltung“ abgegrenzt werden. Es handelt sich hierbei in aller Regel um Eigentumswohnungen innerhalb eines Wohnkomplexes, die jedoch unterschiedliche Eigentümer haben. Die Sondereigentumsverwaltung wird, ähnlich wie bei der Mietverwaltung, durch den Verwaltervertrag geregelt, wobei sich dieser jedoch ausschließlich auf das Sondereigentum bezieht. Aufgaben, wie die Kontrolle von Gärtnern oder Reinigungskräften entfallen außerdem. Grundsätzlich kann auch bei der Sondereigentumsverwaltung eine Unterteilung in kaufmännische- und technische Bereiche vorgenommen werden.

Lesetipp: Was sagt das deutsche Recht zum Unterschied Wohnungseigentum – Sondereigentum?

Bei Fragen zur Mietverwaltung hilft Ihnen in der Region Karlsruhe W4 Immobilien als renommierte Immobilienmakler gerne weiter.

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