Blog

Nebenkosten beim Hauskauf – ein wichtiger Faktor

Das wussten Sie über die Kaufnebenkosten noch nicht! Lesen Sie jetzt weiter, es dauert nur 5 Minuten und Ihr Wissen über Kaufnebenkosten ist auf dem neuesten Stand.

Die Nebenkosten bei einem Hauskauf – ein nicht zu unterschätzender Faktor

Wenn Sie ein Haus kaufen möchten, dürfen Sie bei der Finanzierung auf keinen Fall auf eine Kalkulation der Nebenkosten verzichten. Denn unter Umständen können diese weit mehr als 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Schließlich möchten neben dem Verkäufer auch andere an Ihrem Kuchen mitnaschen. Finden Sie hier eine Auflistung der wichtigsten Nebenkosten:

1. Maklerprovision

2. Grunderwerbssteuer

3. Grundbucheintrag & Notar

4. Gutachter

Erläuterungen zu den einzelnen Nebenkostenposten

Maklerprovision

Wenn Sie Ihr Haus über einen Makler kaufen, müssen Sie diesem natürlich eine Provision zahlen. Als Basis für die Provisionsberechnung dient der Kaufpreis. In der Praxis reicht die Provisionsspanne von 3,5 bis 7,10 Prozent. Dabei ist die Mehrwertsteuer von 20 Prozent inkludiert. Geregelt sind die Provisionssätze, die von Ihrem Makler in Rechnung gestellt werden können, in der Immobilienmaklerverordnung

Lesetipp: Wollen Sie Immobilienmakler werden?

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ein wesentlicher Teil der Nebenkosten beim Hauskauf. Der Satz für die Grunderwerbsteuer ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch. Die Höhe dieser Steuer wir Ihnen von Ihrem Finanzamt per Bescheid zugestellt. Als Bemessungsgrundlage wird der gesamte Kaufpreis für Haus und Grundstück herangezogen. Die Bandbreite für die Grunderwerbsteuer reicht von 3,5 bis 6,5 Prozent. Beispielsweise zahlen Sie in Hamburg 4,5 Prozent, in Bremen, Baden-Württemberg und Niedersachsen fünf Prozent und in Bayern 3,5 Prozent an Grunderwerbsteuer.

Grundbucheintrag & Notar

Der Eintrag der von Ihnen erworbenen Immobilie erfolgt das Grundbuchamt. Leider müssen Sie damit rechnen, dass dieser Vorgang einige Wochen und im schlimmsten Fall Monate in Anspruch nehmen kann. Die Höhe der Nebenkosten für den Grundbucheintrag hängt vom Eintragungswert ab. Planen Sie aber bei Ihrer Finanzierungskalkulation rund 1,5 Prozent des Kaufpreises ein. Ein Prozent davon fließt an Ihren Notar.

Lesetipp: Dem Grundbuch auf den Grund gegangen

Gutachter

Ein Gutachter kann nicht nur den tatsächlichen Wert Ihres Wunschhauses feststellen. Er berät Sie auch über notwendige Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten und über die voraussichtlichen Kosten, die dabei auf Sie zukommen. In der Regel fallen für Gutachten dieser Art Nebenkosten in der Höhe von 500 bis 600 Euro an.

Lesetipp: Gutachterausschuss – Wofür ist er zuständig?

Versichern Sie Ihr Haus optimal

Im Gegensatz zu den zuvor erwähnten und einmalig zu entrichtenden Nebenkosten müssen Sie die Versicherungsprämien für Ihr Haus natürlich laufend weiterbezahlen. Um Sie vor einem möglichen finanziellen Schaden zu bewahren, gibt es eine Reihe von verschiedenen Versicherungen. Das bekannte Beispiel dafür ist die Wohngebäudeversicherung, die für Sturm-, Blitz-, Hagel-, Feuerschäden aufkommt. Kalkulieren Sie hier als Nebenkosten je 100 Quadratmeter ca. 250 Euro ein. Wichtig ist zudem eine Haftpflichtversicherung, für die Sie rund 70 Euro aufwenden müssen.

Hauskauf – Nebenkosten senken

Eine gute Möglichkeit zur Senkung der Nebenkosten sind Notveräußerungen. In solchen Fällen müssen Häuser möglichst rasch verkauft werden. Üblicherweise liegt dabei auch im Kaufpreis ein nicht unwesentliches Einsparungspotential. Denn Notveräußerungen werden meist weit unter dem Marktwert angeboten. Dadurch können sich auch die Richtsätze für Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch etc. reduzieren. Erkundigen Sie sich zudem, welche Nebenkosten Sie steuerlich absetzen können. Beispielsweise können Sie als Vermieter die sogenannte „Abschreibung für Abnutzung“ und Reparaturkosten in Ihrer Steuererklärung anführen.

Immobilien Blog ,
Kostenlose Immobilienbewertung