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Brot und Salz als Geschenk zum Hausbau

Brot und Salz – ein alter und zeitloser Brauch

Brot und Salz als Geschenk zu überreichen, ist in vielen Ländern ein gern gepflegter Brauch. Die Anlässe für diesen Brauch können unterschiedlich sein. So wird Brot und Salz beispielsweise nach einem erfolgreichen Hausbau oder beim Einzug in die neue Immobilie den Bewohnern übergeben. Dieser Brauch kommt auch gerne beim Eintritt in den Ehestand zur Anwendung. Seien Sie also nicht überrascht, wenn Sie auch bei Ihrer Hochzeit Brot und Salz als Geschenk überreicht bekommen.

Die Bedeutung von Brot und Salz

Grundsätzlich steht das Brot für ein lebensnotwendiges Lebensmittel und Salz für Würze. Ob Bau einer Immobilie, Hochzeit oder ein sonstiger Grund, die Entstehung des Brauchs reicht Jahrhunderte zurück. Vor langer Zeit galt Salz als eines der begehrtesten und wertvollsten Gewürze. Damals war es nicht immer einfach, diese Lebensmittel in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben. Trotzdem durften sie in keinem noch so armen Haus fehlen. Zudem wurden sie auch als Geschenke des Himmels bezeichnet. Brot und Salz galten daher auch als Mittel zur Abwehr von übernatürlichen und bösen Mächten, die beispielsweise für Missernten, Kriege, Katastrophen etc. verantwortlich gemacht wurden. Somit waren Sie das ideale Geschenk, um sie bei gewissen Gelegenheit als Zeichen von Segens- und Glückwünschen zu überreichen.

Warum beim Hausbau Brot und Salz schenken?

So wie in der vergangenen Zeit möchte man auch heute nach einem abgeschlossenen Bau einer Immobilie mit diesen Lebensmitteln ein Zeichen für Sesshaftigkeit, Fruchtbarkeit, Wohlstand und Gemeinschaft setzen. Zudem sollen die neuen Immobilienbesitzer vor Verwünschungen, böser Magie und vor dem Teufel geschützt werden. Aber auch mit der Eigenschaft zum Haltbarmachen von Lebensmittel hat Salz als Symbol gegen die Vergänglichkeit mit einer schützenden Wirkung eine besondere Bedeutung. Vor Jahrhunderten war Salz als „weißes Gold“ äußerst kostbar und nicht für jeden erschwinglich.

Die unendliche Geschichte von Brot und Salz

Dieser Brauch wird unter anderem auch heute noch in Deutschland, Frankreich und Österreich hochgehalten. In Böhmen und in Norddeutschland werden Brot und Salz beispielsweise in die Windel gelegt. In Siebenbürgen dienten sie zur Abwehr von Wetterdämonen. Im Allgemeinen sind Brot und Salz auch als Zeichen der Gastfreundschaft zu verstehen. Es gibt auch Länder, in denen der Verzehr dieser Lebensmittel Krankheiten und alles Böse von geliebten Menschen fernhalten soll.

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